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Kommunikation ist alles!

... und man kann nicht früh genug damit beginnen.
Di 09 Aug 2016
von Canela

 

Freudig teile ich euch mit: Ich kann jetzt laufen, jawohl. Eins A, besser geht nicht. Diese Erkenntnis hat mich allerdings viel Kraft gekostet und somit habe ich doch beschlossen, auch an den vergangenen Tagen vor allem eins zu tun: Schlafen. Na gut, und saufen.

Das selbstständige Geschäft verrichten ist mir nun auch nicht mehr zu anstrengend, ab und zu schaffe ich es schon, alleine zu pinkeln. Aber eigentlich ist das echt unbequem, ich find’s fast genialer, wenn Mama das übernimmt, bloß nicht zu viel Energie verschwenden, wer weiß, was der Tag so alles bringt.

Dann hat man mir hier einen neuen Mitbewohner reingesetzt, die is ganz schön grell für so nen jungen Hund, der gerade mal ein paar Tage was sehen kann, da wird aber die Netzhaut ordentlich beschäftigt, Leute. Aber zum kuscheln ist die echt prima, vor allem weil Mama irgendwie immer weniger Lust hat, bei mir zu liegen. Die Menschen sagen, das wäre meine Schwester im Geiste und nennen sie Raupe Nimmersatt, der Bedeutung werde ich in einigen Tagen nochmal auf den Grund gehen. Versteh ich nämlich nicht, was sie genau damit meinen.

 

Doch jetzt zum eigentlich Tagesthema: Kommunikation. Da bin ich nämlich jetzt auch schon Meister drin. Also, man gehe folgendermaßen vor:

Wenn man lautstark quietscht, dann stürmen alle heran, drei Vierbeiner und zwei Zweibeiner, augenblicklich. Im Anschluss daran putzt Mama ganz wild an mir rum, wahrscheinlich um mit ihrer Zunge abzuchecken, ob noch alles dran is. Logo! Die Menschen beäugen das dann recht kritisch, schließlich könnte es ja einen Grund für meinen herzzerreißenden Schrei gegeben haben, aber den verrate ich natürlich nicht. Stattdessen bediene ich mich an der Milchbar und penn danach wieder ein. Herrlich.

 

Hin und wieder hilft es auch, wenn man einfach nur so vor sich hinquengelt, ein leises mitleiderregendes fiepen ausstößt und hilfesuchend durch die Wurfkiste steuert. Wenn Mama dann nicht kommt, dann nimmt mich Jenny zu sich auf den Schoß und ich kann da ein bisschen kuscheln – herrlich ist das. Mittlerweile hab ich mich auch mit diesen Zweibeinern angefreundet. Wusstet ihr, dass man mit denen echt gut schmusen kann? Probiert es mal aus, ist der Wahnsinn!!! Am Abend darf ich sogar bei Jenny ein paar Stunden liegen, maaaan, das ist anstrengend und ich muss immer richtig dolle zappeln im Schlaf.

 

Und nun kommen wir zum eigentlich Kernthema der Kommunikation: Knurren. Hab ich ausprobiert: Funktioniert prima! Mach ich ab sofort immer, wenn mir was stinkt. Wenn Mama mich einfach aus dem Weg schubst, wenn sie mich zu arg putzt, wenn Jenny mit mir „Attacke“ spielt, wenn Andi seine Riesennase in meine Richtung streckt, wenn der Babynator an mir riecht, wenn die Omma mit ihrer Schnauze ganz sanft um meinen Rüssel fasst, egal. Man kann Knurren immer brauchen. Warum allerdings die Menschen immer gleich anfangen zu lachen, wenn ich ihnen zeige, wo der Frosch die Locken hat, weiß ich auch noch nicht. Vielleicht sollte ich meiner Kommunikation mal etwas mehr Nachdruck verleihen. Wir werden sehen.

 

Ach so, wenn jemand ’nen coolen Platz weiß, dann soll er sich bei den Menschen melden. Mein Mietvertrag hier geht nämlich nur bis Mitte September, danach muss ich raus in die reale Welt, hat man mir gesagt. Jo, und irgendwie wäre es ja schöner, wenn man da jemanden an seiner Seite hat.

In diesem Video seht ihr deutlich, dass ich hier diejenige bin, die bestimmt, wo es lang geht. Mama will Gaudi machen, aber nicht mit mir. Ich will Futter! Und das mache ich ganz eindeutig klar. Bis ich endlich am Ziel bin! 

Auch Russell-Kinder träumen mal schlecht. Jedenfalls musste ich ganz schlimm jammern im Schlaf. Der positive Nebeneffekt: Alle Augen sind auf mich gerichtet, Mama kommt daher und ich kann mich andocken - so ist der Schreck gleich vergessen, das Leben ist eines der schönsten... 

Bis bald,

eure Canela

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