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Zum Nachdenken

Vor dem Welpenkauf

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Die Entscheidung fĂŒr oder gegen einen Hund trifft man nicht holterdiepolter. Es sollte eine Entscheidung sein, die wohldurchdacht ist und hinter der die gesamte Familie steht. Ein Hund sollte ein Teil dieser Familie werden und nicht als gelegentliches PlĂŒschtier zu VergnĂŒgungen herangezogen werden. Sollten wir das GefĂŒhl haben, dass Interessenten sich nicht ausreichend Gedanken ĂŒber die Bedeutung eines Hundes gemacht haben, dann nehmen wir uns auch heraus, jemandem keinen Welpen von uns zu ĂŒberlassen. Das ist eine Vertrauenssache - fĂŒr beide Seiten. Denn wenn ich Vertrauen zu Menschen geschlossen habe und mir sicher bin, dass ein Hund dort einen exzellenten Platz hat, dann stehe ich Tag und Nacht mit Rat und Tat zur Seite, darauf können sich zuverlĂ€ssige Menschen gerne verlassen.

Ich nehme sehr gerne Anfragen per E-Mail an. Doch leider passiert es sehr oft, dass lediglich sondiert wird, was ein Welpe kostet und der Rest im Grunde keine Rolle spielt. Das finde ich schade, denn zĂŒchten im kleinen Rahmen ist keine finanzielle Bereicherung, gerne bin ich bereit dies in einem persönlichen GesprĂ€ch nĂ€her zu erlĂ€utern. Wer sich ein wenig auf meiner Homepage umgesehen hat, wird sicherlich leicht erkennen, wie viel Arbeit wir in unsere Zucht stecken und da finde ich es schlicht und ergreifend unverschĂ€mt, wenn in einer E-Mail nur nach dem Preis gefragt wird. Es hat fĂŒr mich etwas mit WertschĂ€tzung der Arbeit zu tun, wenn man sich auch ein wenig Zeit nimmt fĂŒr eine Welpenanfrage. Das soll jetzt nicht falsch verstanden werden, denn ich weiß, dass im 21. Jahrhundert der Kontakt per E-Mail zunĂ€chst der erste Weg ist, dagegen sage ich auch nichts, nur kann ich durchaus rauslesen, wie viel MĂŒhe sich mit der E-Mail gegeben wurde. 

Und dann kommt noch hinzu, dass man es sich sehr gut ĂŒberlegen muss, ob ein Parson Jack Russell wirklich der richtige Hund fĂŒr Sie ist. Er hat seine Macken und ich weiß wovon ich spreche. So lustig wie sie sind, so sehr brauchen sie auch Erziehung, Aufmerksamkeit und artgerechte BeschĂ€ftigungen - ansonsten.... Das klassische dreimal am Tag in den Garten ist mehr als nur zu wenig!

Last but not least die Überlegung der finanziellen Belastungen: Nach der Anschaffung ist es nicht getan, der Hund braucht hochwertiges Futter, Impfungen, Entwurmungen, muss versichert werden, Hundesteuer wird fĂ€llig und viele viele viele andere Dinge mĂŒssen bezahlt werden. Ist sichergestellt, dass es in den nĂ€chsten 15-17 Jahren immer jemanden geben wird, der fĂŒr den Hund aufkommt?

All das mag jetzt hart klingen, aber manche Menschen vergessen diese Fragen vor der Anschaffung und sind im Nachhinein ĂŒberrascht, was alles auf sie zukommt. Dem möchte ich vorbeugen. Ich wĂŒnsche mir fĂŒr meine Welpen vertrauenswĂŒrdige Menschen, die sich auch vorher schon Gedanken gemacht haben. Das heißt natĂŒrlich nicht, dass man keine Fragen mehr haben darf und es bedeutet bei all den Gedanken, die man sich vorher macht, auch nicht, dass alles perfekt laufen wird - egal wie gut man es angeht, irgendwas geht doch immer schief. Wer kennt das nicht? ;)

 

Zum Schluss noch einen schönen Text, den man mittlerweile auf sehr vielen Internetseiten findet, der aber einfach nur wahr ist:

 

Die 10 Bitten eines Hundes an den Menschen. 

Mein Leben dauert 12 bis 16 Jahre oder lĂ€nger. Jede Trennung von Dir wird fĂŒr mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

Lass uns beiden Zeit, uns kennen zu lernen und uns zu verstehen; werde nicht ungeduldig, wenn Du etwas von mir verlangst, was ich noch nicht kenne oder weiß!

Habe Vertrauen zu mir, denn davon lebe ich, weil ich Dir vertraue. Du bist alles was ich habe, fĂŒr Dich wĂŒrde ich mein Leben geben!

ZĂŒrne mir nie lange und sperr mich nie zur Strafe ein! Du hast Deine Arbeit, Dein VergnĂŒgen, Deine Freunde - ich habe nur Dich!

Sprich mit mir! Wenn ich auch die Worte nicht verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet. Doch schreie niemals mit mir!

Wisse: Wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie! Trotzdem halte ich zu Dir. Ich stehe zu Dir in guten und in schlechten Tagen, denn Du bist mein einziger Freund.

Bedenke, ehe Du mich schlÀgst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zu zerquetschen vermögen, dass ich aber keinen Gebrauch davon mache, weil ich Dich liebe.

Schimpfe nicht mit mir! Sage nicht ich sei bockig, faul oder falsch. Denke in solchen FĂ€llen vielmehr darĂŒber nach, ob ich das richtige Futter habe, ob ich durstig bin, ob ich vielleicht krank bin? Oder ob ich bereits alt bin und mein Herz, dass nur fĂŒr Dich schlĂ€gt, nicht schon verbraucht ist? Es gibt viele GrĂŒnde, vergiss es nie!

Wenn ich einmal alt werde, kĂŒmmere Dich besonders um mich! Auch du wirst einmal alt und brauchst dann vielleicht jemanden...

Gehe jeden Gang mit mir, besonders den letzten! Sage dann nicht: "Ich kann nicht." Ich liebe Dich bis zu meinem letzten Atemzug, bis meine Augen sich schließen. Ich gehe getröstet von dieser Welt, wenn ich deine Hand in meiner letzten Stunde spĂŒre und sie mich zĂ€rtlich streichelt und wenn ich Deine leise Stimme höre, die sanft mit mir spricht. Nur dann fĂ€llt mir der Abschied leichter!

Danke... 

 

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